Betreuungsgeld ist ein überfälliges Signal
16. Januar 2012
Unter dem Titel Perspektiven veröffentlicht die Sächsische Zeitung kontroverse Essays, Analysen und Interviews zu aktuellen Themen. Texte, die aus der ganz persönlichen Sicht der Autoren und Gesprächspartner Denkanstöße geben, zur Diskussion anregen sollen.
Heute: Steffen Flath, Vorsitzender der CDU- Fraktion des Sächsischen Landtages, über den Streit um die „Herdprämie“.
ein Beitrag von Steffen Flath in der “Sächsische Zeitung“
Verfassung wird zum Spielball politischer Interessen
16. Dezember 2011
Das Bundesverfassungsgericht widerspricht sich selbst: Drei Richter wenden sich gegen etliche Urteile der letzten Jahre. Sie stufen das Recht der Familien auf besonderen Schutz herab und bewerten die politischen Gestaltungsrechte der Regierung höher. Grund- und Bürgerrechte sind jetzt Spielball der Politik.
ein Interview mit dem Sozialexperten Dr. Resch auf “Radio Rheinwelle“
Unsere Kinder – Opfer des Fortschritts
21. November 2011
Länger arbeiten, immer flexibel bleiben, einsam mit Computern kommunizieren – unsere Kinder werden den Preis für wirtschaftlichen und technischen Fortschritt zahlen, glaubt Psychologe Daniel Goleman. Denn ihre soziale und emotionale Kompetenz droht auf drastische Weise zu verkümmern.
Bereits in 2008 hat die Internetzeitschrift “Edge” Beiträge der renommiertesten Wissenschaftler der Welt in einer legendären Serie zusammengestellt. Unter anderem wurde die Frage gestellt: Was halten Sie für wahr, ohne es beweisen zu können?
Krippe kontra Sozialgesetzbuch
10. Oktober 2011
Sollten sich die Ergebnisse der bislang umfangreichsten US-Krippenstudie NICHD auch für Deutschland bewahrheiten – hierzulande existiert bislang keine einzige unabhängige Krippen-Langzeitstudie –, dann wäre zu hinterfragen, wie Krippen sich mit dem Sozialgesetzbuch vereinbaren: Dort wird den Tageseinrichtungen die Erwartung zugeschrieben, dass sie “die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern”. Von Angeben, Prahlen, Kämpfen steht da nichts.
ein Beitrag von Birgitta von Lehm in “Welt online“
Kinderrecht ist anders als von Experten dargestellt
14. Juli 2011
In einer als “Leserbrief” bezeichneten Replik widerspricht der bayrische Landtagsabgeordnete in der “Süddeutschen” der als Exptertin im Familienausschuss des Deutschen Bundestages geladenen Universitätsprofessorin Dr. Sacksofsky und stellt klar: “Ein Modell, das auf der einen Seite die Schaffung und Förderung von Betreuungseinrichtung und auf der anderen Seite ein Betreuungsgeld für die, die selbst betreuen, vorsieht, liegt unter dem GG klar in der Praerogative des Gesetzgebers und entspricht im übrigen der Achtung des Erziehungsrechtes aus Art. 6 Abs. 2 GG besser als die isolierte Förderung von Fremdbetreuung.” Den Rest des Beitrags lesen »
Das Politikum “Betreuungsgeld” scheidet bekanntlich die Geister, weil es um die Frage geht: Sind Eltern durch institutionelle Betreuung zu ersetzen? Ist die individuelle Betreuung von Babys und Kleinkindern durch die eigene Mutter und den eigenen Vater temporär durch Fachpersonal zu ersetzen? Den Rest des Beitrags lesen »
Krippenbetreuung als ambivalentes Unternehmen
21. Juni 2011
Die Diskussion um das “Betreuungsgeld” richtet den Fokus wieder auf das Thema: “Wer ist BESSER – die Mutter oder die Krippe?”
Ann Kathrin Scheerer, Diplom-Psychologin und niedergelassene Psychoanalytikerin, analysiert in ihrem Beitrag “Krippenbetreuung als ambivalentes Unternehmen“, erschienen 2009 in “Psychoanalyse Aktuell” die Krippenwirklichkeit: Den Rest des Beitrags lesen »
Staat macht Eltern zu Arbeitsmaschinen – und verwaltet die lästigen Kinder am liebsten selbst
11. April 2011
Ein Artikel aus dem Jahr 2006, der -leider- (!) nichts an Aktualität eingebüßt hat.
Keine Rechte ohne Pflichten, der Wahlspruch von New Labor in England, gilt auch in umgekehrter Reihenfolge. Dann heißt er: Keine Pflichten ohne Rechte. Als sich der Staat dazu erbot, den Eltern das Erziehungsgeschäft abzunehmen, hat er gegen diese Regel verstoßen – doch das ist eine Vorstellung, die bei den Staatsfrommen, die auf der Linken und der Rechten in der Mehrheit sind, schlecht ankommt. Von Konrad Adam in: WELT ONLINE
“Gesundes aufwachsen” per Gesetz
27. Februar 2011
Stellungnahme des Arbeitsbereichs Kinderrechte im Familiennetzwerk zum Referentenentwurf „Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen – (Bundeskinderschutzgesetz – BKiSchG)
hier als pdf-Dokument
Erstmals leitet der Staat die Grundlage seines Handelns im Kinder- und Jugendhilferecht auch aus einer „staatlichen Schutzpflicht für die Persönlichkeitsentfaltung und –entwicklung von Kindern und Jugendlichen“2 aus Artikel 2 GG ab – und nicht wie bisher aus seinem “Wächteramt” gemäß Artikel 6 GG Den Rest des Beitrags lesen »
Statt harscher Worte harte Fakten
4. November 2009
Im Zusammenhang mit familienbezogenen Leistungen des Staates wird in der Öffentlichkeit pauschal der Vorwurf des mannigfachen Missbrauchs erhoben. Schlagwörter wie „versaufen“, „Fortpflanzungsprämie für Unterschicht“ oder „Transferbabys“ geistern in den Köpfen angeblich „Klartext-redender“ Politiker wie in Gazetten.
Stimmt es wirklich, dass „die Unterschicht sich vermehrt wie Karnickel“, wie es lapidar heißt?
Das Statistische Bundesamt stellt an Hand ihrer in 2006 durchgeführten repräsentativen Stichprobe fest, dass die Kinderzahl keineswegs von einem hohen zu einem niedrigen Bildungsabschluss ansteigt. Haben Akademikerinnen bekanntlich zu wenige Kinder, wird dieses niedrige Niveau noch von Frauen mit Hauptschulabschluss unterboten, so die Statistik.
Auch stimmt es nicht, dass ein „knapper Geldbeutel“ die Kinderzahlen ansteigen lässt. Denn nur etwa 20% der Frauen in Haushalten mit einem Einkommen von maximal 1.300 € haben zwei Kinder in der höchsten erfassten Einkommenskategorie ab 3.600 € sind es dagegen fast 40%. Mindestens drei Kinder hat ab einem Haushaltseinkommen von 1300 Euro etwa jede siebte Frau; bei einem Einkommen von unter 1300 Euro sind es nur etwa halb so viele.
Das Fazit: Anders als es das Klischee von den „bildungsfernen“ Familienmilieus suggeriert, wachsen die weitaus meisten Kinder bei Eltern mit einer qualifizierten Berufsausbildung in Haushalten mit einem mittleren Einkommensniveau, also in der „Mittelschicht“, auf.
Genau diese Gruppe will ihre Kinder häuslich erziehen. Sie profitiert nicht von staatlichen Krippen oder Steuerfreibeträgen. Sie braucht auch keine Gutscheine oder kostenfreie Mahlzeiten. Sie haben „gute Scheine“ verdient – im Interesse der Kinder!
(Liudger Berresheim)